Renard de Gramont

Description:

Motivation: Truth

Primary Attributes:
Body 2, Dexterity 2, Strength 2, Charisma 2, Intelligence 4, Willpower 3

Secondary Attributes:
Size 0, Move 4, Perception 7, Initiative 6, Defense 6 (7 with armour), Stun 2, Health 5

Skill Ratings (Levels):
Academics 7 (3), Athletics 4 (2), Firearms 4 (2), Investigation 6 (2), Linguistics 5 (1), Medicine 5 (1), Melee 3 (1), Natural Philosophy 8 (4), Ride 4 (2), Stealth 3 (1); Survival 6 (2)

Talents:
Well-Educated (Academics), Well-Educated (Nat. Phil.)

Resources:
Followers (1), Rank (0), Refuge (1)

Languages:
French, Latin, Huron

Flaw: Undecided (loses head in chaotic situations)

Weapons: Punch 0N, Rapier 5L, Pistol 7L, Grenade 4L

Style Points: 3

Experience (nach 15. Sitzung)

  • 15 xp: Well-Educated (Academics)
  • 2 xp: Stealth 1
  • 2 xp: Medicine 1
  • 8 xp: Follower level 0 → level 1
  • 15 xp: Calculated Defense
  • 6 xp: Academics 3
  • 4 xp: Athletics 2
  • 15 xp: Refuge I
  • (currently not spent: 23 xp)
Bio:

Mein teuerster Armand!

Wahrlich viel ist geschehen seit unserer letzten Korrespondenz – so viel, dass ich nicht einmal sicher sein kann, dass Ihr noch am gleichen Ort lebt wie damals. Natürlich hoffe ich von ganzem Herzen, dass Euch seit unserem letzten Briefwechsel nur Gutes widerfahren ist und dass der gnädige Gott stets seine schützende Hand über jeden Eurer Wege gehalten hat.

Wenn Ihr euch nun fragt, warum ich so lange nicht geschrieben habe, so habe ich die beste aller denkbaren Ausreden: Es war mir schlicht nicht möglich. Das mag seltsam klingen, doch war ich in der Tat so weit entfernt von allem, was wir in Frankreich civilisation nennen, wie man es sich nur vorstellen kann. Wie ihr wisst, trat ich vor sieben Jahren die Reise über den océan Atlantique an, um unserem König im Lande Quebec als Landvermesser zu dienen. Hätte ich damals geahnt, in welche Wildnis mich diese Tätigkeit verschlagen würde, so hätte ich wohl dem Flehen meiner Mutter nachgegeben und wäre im Land unserer Väter geblieben, aber ich war jung und nach den Jahren des Studiums begierig auf Abenteuer, und so begab ich mich auf die Reise nach Westen.

Ihr macht euch keine Vorstellung von der unvorstellbaren Größe Amerikas. Allein die französischen Gebiete von Quebec bis Louisana haben mehr als die zehnfache Ausdehnung unseres Heimatlandes, und manchmal muss man tagelang reisen, um wieder einen Menschen zu sehen. Hinzu kommt, dass weite Teile dieses Landes in den Händen der Wilden sind, und dass es sich bei den französischen Ansiedlungen um wenig mehr als notdürftig befestigte Handelsposten handelt. Ihr könnt euch vorstellen, dass ein Landvermesser unter solchen Umständen schnell weniger mit Mathematik als vielmehr mit Überleben und Verhandeln befasst ist. Wahrlich – wenn Ihr mich als einen verkopften Theoretiker in Erinnerung habt, der ohne Hilfe kaum seine eigenen Schnürsenkel zu finden vermochte, so werdet Ihr überrascht sein, wenn wir uns wiedertreffen!

Und dieses Treffen ist auch der Grund meines Schreibens, denn aus einer Reihe von Gründen steht meine Rückkehr nach Frankreich unmittelbar bevor. In wenigen Wochen gedenke ich mich von Quebec aus einzuschiffen und mit einem der Handelssegler, die auf dem Hinweg Siedler und Pioniere und auf dem Rückweg Handelswaren aus den neuen Ländern mitführen, in die Heimat zurückzukehren. Ein Grund dafür ist der Krieg mit England, der hier letztes Jahr ausgebrochen ist und mir meine Arbeit als Landvermesser zunehmend unmöglich macht. Entscheidender aber ist ein trauriger Anlass: Mit einiger Verspätung erreichte mich die Nachricht, dass meine Frau Mutter bereits vor einigen Monaten den Folgen eines äußerst unglücklichen Kutschunfalles erlegen ist. Dies macht mich als einzigen Sohn zum Familienoberhaupt, doch scheint das Erbe vergiftet, denn mit gleicher Post musste ich erfahren, dass mein Cousin, Jaspard de Bois-Gilbert, Ansprüche geltend und in meiner Abwesenheit durch freigebiges Verteilen von Bestechungsgeldern auch durchgesetzt hat. So stehe ich nun mittellos und betrogen und muss in die Heimat zurückkehren, um das zu tun, was ich am meisten verabscheue, nämlich mich mit Juristerei beschäftigen und um Geld kämpfen.

Nun will ich mir von derlei Aussichten aber nicht die Freude auf die Heimat verleiden lassen. Schon bald werde ich – so der Herrgott mir in seiner Gnade eine sichere Überfahrt gewährt – den Hafen von La Rochelle und wenig später auch die Stadt der Städte an der Seine wiedersehen. Ich freue mich schon darauf, wieder Eure Hand zu schütteln und über einem Sauvignon Blanc von alten Zeiten zu schwärmen.

Gott mit Euch und mit Frankreich, Euer Freund

Renard de Gramont

P.S.: Ich werde in Begleitung eines Wilden aus Quebec zurückkehren. Nikatatè ist vom Stamme der Huronen, und seit ich sein Leben rettete (während sein Stamm von feindlichen Irokesen ausgelöscht wurde), ist er von dem Gedanken besessen, es mir dreifach vergelten zu müssen. Nikatatè hat weder die Heiligkeit Jesu Christi erkannt noch vermag er mit Messer und Gabel zu essen, doch er ist ein fähiger Krieger ohne jedweden Skrupel. Wer weiß – vielleicht gereicht mir seine eigenartige Freundschaft ja noch zum Vorteil?

Renard de Gramont

Régime Diabolique Weltengeist