Régime Diabolique

Rabenbilder

(2. Spielsitzung, 14. April 2013)

Böse Bilder

  • Die Gruppe kämpft den lebenden Leichnam des Abtes mit Waffengewalt nieder. Der Chevalier wird notdürftig versorgt, dann heben Hans und Renard ein falsches Grab für ihn aus und begraben dort die Leiche eines erschlagenen Mönches.
  • Derweil untersuchen die anderen das Kloster. Auffällig sind zwei Gemälde von hoher Kunstfertigkeit. Eines stellt einen Raben dar, das andere ist eine Perversion der bekannten Szene, in der der heilige Michael gegen den Drachen (= Satan) kämpft. Nur dass der Drache hier einen Rabenkopf bekommen hat und den Kampf gewinnt, indem er dem Erzengel das Herz herauspickt (eine unübersehbare Parallele zur Todesursache des Abtes).
  • Chevalier de la Salle wird danach auf einer Trage mitgenommen, ebenso seine Bücher, die die Gruppe aus seiner Zelle geborgen hat.
  • Eigentlich wollte die Gruppe in der “Poule Bleu” die Mordgesellen und ihren Anführer, den Raben, stellen. Doch die sind inzwischen ausgeflogen und haben nur ein paar ruinierte Wirtsleute zurückgelassen, die gerade dabei sind, einen der Söldner zu begraben, der verwundet zurückgelassen wurde und den sie nach eigener Aussage eigenhändig erschlagen haben. Auch er trug Rabenfedern und -klauen bei sich, und auch in der Wirtsstube findet sich ein frisches Gemälde, auf dem ein Rabe ein Tatzenkreuz durchhackt. Aber immerhin weiß der Wirt zu berichten, dass die Söldner ihren Anführer “Corbeau” (Rabe) nannten, dass sie ihn fürchteten und dass der Mann italienisch “oder so etwas” sprach.

Zwischenspiel

  • Da die Gruppe vorerst keine Pferde hat, kann sie den Mördern nicht nachsetzen. Erst, als die eigene Kutsche vereinbarungsgemäß zurückkehrt, kann man sich auf den Rückweg machen. Es rechnet aber keiner mehr damit, dass eine Verfolgung der Söldner jetzt noch Sinn machen würde, daher entschließt man sich, zunächst den schwer verletzten Ordensritter in Sicherheit zu bringen. Die Wahl fällt auf das Anwesen von Marie de Chevallier, einer Tante von Bellevie, das sich einige Tagreisen von Paris entfernt befindet.
  • Nach der Rückkehr nach Paris geht man verschiedenen Spuren nach. Am Vielversprechendsten scheint eine Dame zu sein, die Bellevie vor kurzem erzählte, dass sie im Besitz eines wahrlich gruseligen Rabengemäldes sei. Dies klingt nach einer guten Quelle, um den Namen des Künstlers zu erfahren, doch leider ist die Dame inzwischen verstorben – sie ist vom Balkon gesprungen, nicht ohne sich selbst zuvor die Augen ausgestochen zu haben…
  • Renard untersucht die Bücher des Chevaliers und findet dort im Kapitel über die Gründung des Templerordens (1118 n.Chr.) die Notiz “Eröffnung des Heiligen Arsenals”.
  • Die Gruppe platziert einen Bericht und eine Warnung in den toten Briefkasten in der Kapelle St. Michel. Als Antwort wird Hans von einem gewissen Hasim kontaktiert, der ihn einst auch schon zur Kapelle geführt hat. Hasim (obschon Muselman) scheint ein Kontaktmann des Bibliothekars zu sein und erbietet sich, Augen und Ohren offen zu halten.

Kunstmäzene

  • Wir erfahren, dass sich ein Rabengemälde, das auf unsere Beschreibung passt, im Besitz eines gewissen Olivier Doucet, Baron Montereau, befindet. Bellevie organisiert Einladungen für uns fünf zu einem seiner Feste.
  • Dort bekommen wir das Bild tatsächlich zu Gesicht, und Bellevie fällt unter seinen hypnotischen Einfluss. Auch der Baron selbst wirkt nicht unbeeindruckt, und seine Frau scheint das Gemälde regelrecht zu fürchten. Auf die Frage, woher er das Bild hat, fällt der Name von Francois Fournier, Baron du Reims, bei dem noch weitere Fäden zusammenzulaufen scheinen:
    • Jean-Luc wurde vor wenigen Wochen vom Baron auf eine Jagd eingeladen, wo man versuchte, ihn zu ermorden. Der Täter, der beim Anschlag nicht bei Sinnen war, konnte sich hinterher an nichts erinnern.
    • Henri wurde vor wenigen Wochen der Michaelsring gestohlen. Täterin war dabei die Cousine des Barons, die ihn in eine “pikante Situation” gelockt, ihn dann betäubt und beraubt hat.
  • Wir belauschen ein Gespräch zwischen dem Baron du Reims und seinem Diener, in der er ihn anweist, seinen “Gast” zu informieren, dass die Leute, für die er sich interessiert, hier sind.
  • Kurz darauf kommt es zu einem kurzen Gespräch mit dem Baron du Reims, in dem Bellevie alle Register ihres Salonlöwinnenkönnens zieht. Wir werden eingeladen, den Künstler (ein Mann namens Domitru, der aus Siebenbürgen stammt) persönlich kennenzulernen. Der Maler sei aber sehr scheu, und der Baron gibt sich alle Mühe, uns zu einem Treffen in seinem Haus zu überreden. Da niemand in der Gruppe daran zweifelt, dass es sich in Wahrheit um einen Hinterhalt handelt, wird der Treffpunkt stattdessen an einen öffentlichen Ort – eine Gaststube mit deutscher Küche – verlegt.

Comments

Weltengeist

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.